VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

13. Oktober 2015

Im Zeichen der Pietät und des Andenkens an die politischen Gefangenen und Zwangsarbeiter, die in die Sowjetunion verschleppt wurden, muss auf demSzabadság-Platz im Budapester V. Bezirk ein Denkmal aufgestellt werden. Darüber einigten sich sämtliche Teilnehmer der öffentlichen Debatteam 13. Oktober 2015 aus Anlass des Gedenkjahres der in die Sowjetunion verschleppten politischen Gefangenen und Zwangsarbeiter. Unter ihnen waren als Mitglieder des Gulag-Gedenkkomitees der ehemalige Ministerpräsident Péter Boross, Vorsitzender der öffentlichen Stiftung für die Freiheitskämpfer, des Nationalen Komitees für Gedenkstätten und Pietät sowie des Beratergremiums des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung. und Sándor Szakály, Generaldirektor des Instituts.

gulag emlekev logo 2b 260Wie bereits berichtet, beschloss die Regierung auf einer früheren Sitzung, das für 2015 geplante Gedenkjahr der in die Sowjetunion verschleppten politischen Gefangenen und Zwangsarbeiter bis zum 25. Februar 2017 zu verlängern und eine öffentliche Debatte über ein zentrales Denkmal in Gang zu setzen. Am Ende der Ereignisserie wird der 70. Jahrestag der Verschleppung des Politikers der Kleinlandwirte Béla Kovács stehen, der zu den Gefangenen der Gulagkerker (Glawnoje Uprawlenije Isprawitelno-Trudowych Lagerej, Hauptverwaltung der Besserungsarbeitslager), gehörte. Dieser Jahrestag ist zugleich der Gedenktag der Opfer des Kommunismus. Das kündigte der Minister für Humanressourcen und Vorsitzender des Gulag-Gedenkkomitees, Zoltán Balog, an, dessen Aufgabe die Organisation und Abwicklung des Gedenkjahres ist. Balogh erklärte: „Die Zivilorganisationen treten dafür ein, dass das zentrale Denkmal auf dem innerstädtischen Szabadság-Platz im 5. Stadtbezirk von Budapest aufgestellt wird. Zugleich teilte er mit, dass das Gedenkkomitee bald eineWeb-Sites starten wird, die ebenfalls ein Forum immer breiterer Meinungsäußerung für die Herausbildung eines nationalen gesellschaftlichen Konsens sein kann. Der Beweggrund sei unumstritten, weil wir nach den Worten des Ministers „nicht glauben dürfen, dass der Zweite Weltkrieg 1945 mit einem phantastischen Frieden zu Ende ging und die wundervolle Epoche des Friedens kam, denn dem ungerechten, unmenschlichen und grausamen Krieg folgten Vergeltungsakte von einem Typ, bei dem nicht die Wahrheit als wichtigster Gesichtspunkt betrachtet wurde; und dies bereitete unschuldigen Menschen sogar bis 1990 Leid.

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