VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

15. Dezember 2015

Der Mitteleuropäische Klub Pannónia (ung. Abk. KEP) setzt sein erfolgreiches Budapester Stammtisch-Programm fort. Diesmal wurde am 15. Dezember im Restaurant des Hotels Thomas (Budapest IX, Liliom Str. 46) das Buch Magyar diplomaták küzdelme a párizsi békekonferencián” (Der Kampf ungarischer Diplomaten auf der Pariser Friedenskonferenz) von Dr. Péter Gantner vorgelegt. Darin geht es um die Friedenskonferenz 1946 in Paris. Vortragender war der Autor, es moderierte Dr. Endre Marinovich, Kopräsident des KEP und stellvertretender Generaldirektor für Wissenschaft im VERITAS Institut für Geschichtsforschung.

Ungarn stand im Zweiten Weltkrieg – ähnlich wie im Ersten Weltkrieg – erneut auf der falschen Seite, auf der der Verlierer. Die Strafe dafür blieb nicht aus. Die Sieger brachten eine große Enttäuschung, obwohl viele dachten, dass sie eine gerechte Weltordnung schaffen würden. Statt der gerechten Weltordnung wurden die Verlierer bestraft, die Schwachen erniedrigt.
Der Historiker Péter Gantner führt den interessierten Leser in dem bei ihm gewohnten unterhaltsamen Stil in die Geheimnisse der Pariser Friedensverhandlungen, in die politischen Kämpfe der die Delegation leitenden ungarischen Diplomaten Pál Auer, István Kertész und Aladár Szegedy-Maszák ein. Die erwähnten Politiker konnten ihrem Schicksal nicht entgehen: Wie viele nichtkommunistische Politiker und Diplomaten der Koalitionsjahre 1945–1947 gingen sie dem Gedächtnis des Volkes verloren. Die Tätigkeit dieser drei Politiker wurde bislang nicht aufgearbeitet, obwohl sie beispielhaft für die Interessen Ungarns gekämpft hatten.
husszu-kep